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Chronik 2008
Zur Diashow
Jubiläum 2008 in Großmehring
35 Jahre EMF Ingolstadt
Grosse
Jubiläumsveranstaltung in der Nibelungenhalle in Großmehring bei
Ingolstadt vom 04.-06. Januar 2008.
Von H.-P. Bopp / EMF Ingolstadt
Zu diesem besonderen Jubiläum
sollte es schon eine etwas größere Veranstaltung sein, die wir
dem modellbahnbegeisterten Publikum aus Ingolstadt und der
weiteren Umgebung und auch der ARGE Spur 0 Gemeinde bieten
wollten. Sonst bauen wir ja zum traditionellen Spur 0 Treffen
bzw. Regionaltreffen „Bayern Mitte“ nur eine der beiden Spur 0
Großanlagen – entweder Ludwig Amend – frühere Kabelitz – Anlage
oder die EMF 0-Vereinsanlage – im Veranstaltungssaal der Freien
Turnerschaft Ingolstadt Ringsee auf, doch diesmal wurde eine ca.
30 x 30 m große Mehrzweckhalle, nämlich die Nibelungenhalle in
Großmehring in der Nähe von Ingolstadt ausgesucht, um 9
Eisenbahnanlagen samt den Verkaufstischen der Spur 0 Anbieter
unterzubringen.
Eine große logistische
Meisterleistung an den Transport- u. Aufbautagen 02./03. Jan.
durch die Führungskräfte der Modellbahnfreunde Ingolstadt und
aller mitarbeitenden Vereinsmitglieder ließ es wahr werden, dass
am ersten Ausstellungstag, Freitag den 03. Jan., alle 9 Anlagen
pünktlich ab 10 Uhr dem einströmenden Publikum vorgestellt
werden konnten. Die Stimme des 1. Vorstandes N. Westphal
ertönte, wie dann zahlreiche Male während aller
Ausstellungstage, über die Hallenbeschallungsanlage „Liebe
Gäste, wir Modellbahnfreunde Ingolstadt begrüssen Sie recht
herzlich zu unserem 35 jährigen Vereinsjubiläum, wir
präsentieren Ihnen hier in den nächsten 3 Tagen bis Sonntagabend
9 tolle Modellbahnanlagen …..“.
Gleich wenn man als Besucher die
Halle betrat, stand man vor der altbekannten 14,5x5 m grossen
Spur 0 Rundumanlage der EMF Ingolstadt mit seinem bekannten
Bahnhof „Neustadt“. Zahlreiche Spur 0 Züge der
Vereinsmitglieder, und am Samstag auch etliche Exponate der
angereisten Spur 0-er zum Regionaltreffen, drehten unermüdlich
ihre Runden. Von überall her in der grossen Halle konnte man
Fahrgeräusche der Lokomotiven und andere Betriebsgeräusche
vernehmen. Und da man nun mit dieser alten Anlage bzgl. Sound
gegenüber den neuen digitalisierten Modellen in Spur 0 und I
nicht ganz ins Hintertreffen gelangen wollte, wurden mit einer
Hifi-Anlage und entsprechend unterhalb der Anlage angeordneten
Lautsprechern sehr realistische Bahnhofsdurchfahrten von
Dampfloks nachgestellt, und an der Aufmerksamkeit bzw.
Verwunderung von vielen Besuchern war zu erkennen, dass dieser
Dampfloksound sehr gut rüberkam.
Gleich neben der Spur 0 Anlage
schloss sich die neue 16,5 x 5,0 m grosse Spur I Anlage von uns
Ingolstädter Modellbahnern an. Nach ca. 4-5 Jahren Bauzeit
konnte nun schon volldigitalisierter Fahrbetrieb mit den
Märklin-, Kiss- und KM1-Modellen durchgeführt werden. Einem dem
alten Ingolstädter Bahnhof (vor 2. Weltkrieg) nachempfundenen
superschön gebautem ca. 3 m langen Bahnhofsmodell ist ein BW mit
5-ständigem Dampflokschuppen, Eigenbau Drehscheibe und
2-ständigem Diesellokschuppen angegliedert. Über der
Einfahrtweichenstrasse des Hauptbahnhofs trohnt ein exzellent
gebautes Stellwerk. In den Bogenbereichen sind wunderbar gebaute
Wohnhäuser samt imposanter grosser Kirche untergebracht. Die
Spur I-er, versammelt um ihren Projektleiter (ein Spur 0-er),
haben sich da in den letzten Jahren mit ihren Bauaktivitäten
mächtig ins Zeug gelegt, und so sei an dieser Stelle mal ein
grosser Dank der Vorstandschaft und aller übrigen Mitglieder für
diese Leistung ausgesprochen. Der Fahrzeugpark unserer
I-Mitglieder ist mittlerweile in dieser kurzen Zeit bestimmt
schon nahezu so gross wie der Spur 0 – Fuhrpark der Spur 0-er im
Verein.
Wenn man den Rundgang weiter
fortsetzte stieß man auf die 2. Spur 0 Grossanlage, der Anlage
von Ludwig Amend, der früheren Kabelitz-Anlage. Diese Spur 0
Anlage misst ca. 17 x 5 m und ist daher prädestiniert für sehr
lange Züge, was auch ein Steckenpferd von unserem
Anlagenbetreiber Ludwig geworden ist. Die Anlage ist sehr schön
ausdetailliert und bietet abwechslungsreichen Fahrbetrieb und
lässt auch schnelle Zugfahrten durch ihre Gestrecktheit
realistisch erscheinen. Besonders schnell unterwegs auf den
beiden 0-Anlagen ist ab und zu unser 1.Vorstand mit der
inzwischen nach Antriebsdefekt neu motorisierten sog. „Renn-Köf“.
Wir wollen nun mal sehen wie lange dieser neue „Dieselmotor“
diese ICE-mässigen Hochgeschwindigkeitsfahrten verkraftet. Auf
jeden Fall immer ein Highlight für die Kinder u. Besucher, wenn
diese kleine Köf mit 8 Rivarossi-Schnellzugwagen durch die
Bahnhöfe „Neustadt“ bzw. „Mainburg“ braust.
Zwischen den beiden 0-Anlagen,
direkt in der Mitte der Halle, präsentierte ein weiteres EMF-
und auch ARGE-Mitglied sowie Spur I Projektleiter, eine mit
Lenz-Digital betriebene Spur 0 Modulanlage mit einigen feinen
technischen Leckerbissen, wie funktionierendem Portalkran und
mit Originalsound ausgestattetem beschrankten Bahnübergang, bei
dem sich die Schrankenbäume in realistischer Geschwindigkeit
heben und senken. Hier wurde ausgiebiger Rangierbetrieb sogar
mit Umsetzen von Normalspur-Güterwagen auf Schmalspur-Rollböcke
gezeigt. Außerdem war neben dieser 0-Anlage vom selben Mitglied
auch ein LGB-Arrangement aufgebaut worden, wo auch mit viel
Sound gefahren und rangiert wurde.
Auch noch in der Hallenmitte
neben diesen beiden Privatanlagen hatten die
modellbahnbegeisterten Schüler des Ingolstädter Apian
Gymnasiums, das sogenannte AEK – Apian Eisenbahn Kabinett – ihre
nostalgische Märklin Digital HO Anlage aufgebaut. Mit altem
Schienenmaterial wird ein mittelgrosser Bahnhof samt
Betriebswerk und ein Aufstellbahnhof samt Nebenbahnstrecke
dargestellt. Die Technik ist digital, aber der Betrieb wird
manuell gesteuert. Diese Anlage entstand im Schulunterricht –
nachmittags Wahlfach Modellbahnbau.
Nun schließt sich unser Rundgang,
in der Ecke am Eingang hatte Modellbahn Pürner eine
landschaftlich sehenswerte HOm Anlage am Laufen. Zwischen AEK
und Pürner war noch eine fantastisch detaillierte HOe
Winteranlage eines EMF-Mitgliedes und einige toll gestalteten
Dioramen mit Fabrik- u. Zirkusszenen, ebenfalls eines
Vereinsmitgliedes, zu sehen. Wirklich sehenswert diese
modellbauerischen Meisterstücke.
Hinzu kamen dann noch 2 riesige
Modulanlagen auf der Empore dieser grossen Mehrzweckhalle. Zum
einen war der TT-Club Bayern mit seiner ca. 20 m langen
Modulanlage dort oben vertreten. Detailreich gestaltete Module
und ein vielfältiger Bahnbetrieb zeichnen diese TT-Anlage aus.
Auf dem anderen Emporen-Flügel hatte die BSW Modellbaugruppe
München-West ihre auch ca. 20 m lange HO-HOm Modulanlage
aufgebaut und zeigten während der 3 Ausstellungstage auch sehr
abwechslungsreichen Bahnbetrieb. Und dann konnten wir durch
unser Mitglied E. Pitzl noch ein Schmankerl besonderer Art
präsentieren. Auf ca. 50 m Wandlänge zeigte der Ingolstädter
Maler seine vielfältigen Eisenbahnbilder – ein Augenschmaus für
die zahlreichen Besucher aus nah und fern. Natürlich machten
auch die örtlichen Politikgrössen unserer grossen
Jubiläumsveranstaltung ihre Aufwartung und wurden von unserer
Vorstandschaft stolz durch die feine Ausstellung geführt. Am
Sonntagabend, den 6. Januar, war dann leider wieder alles
vorbei, und nach dem Abbau, der auch noch den ganzen Montag in
Anspruch nahm, konnten wir stolz auf eine sehr gelungene
Veranstaltung mit sehr vielen Besuchern – dürften so an die 2000
gewesen sein – zurückblicken. Besonders am Sonntag schoben sich
die Besucher dicht gedrängt durch die Gänge zwischen den
Modellbahnanlagen. Auch der Kassierer unseres Vereins lief mit
breitem Grinsen am Sonntagabend und Montag herum, was nicht
unbedingt auf ein wirtschaftlich schlechtes Ergebnis schliessen
ließe.
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